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Triathlon

19.05.2007 - Kleiner Etat, große Motivation

Triathleten des Stadtwerke-Teams starten nach einjähriger Abstinenz wieder ins Abenteuer Bundesliga

Triathleten des Stadtwerke-Teams starten nach einjähriger Abstinenz wieder ins Abenteuer Bundesliga
(© LVZ)

Die lockeren Zeiten sind vorbei. Das entspannte Lächeln auf der Ziellinie sicher auch. Nach dem grandiosen Durchmarsch in der zweiten Liga sind die DHfK-Triathleten wieder dort angelangt, wo der Kampf um ein einstelliges Team-Ergebnis verdammt weh tut: in der Bundesliga. Einmal gelang den Männern um Kapitän Thomas Tittel bereits der Klassenerhalt. Das war 2004, als das Bundesliga-Finale beim City Man auf dem heimischen Augustusplatz stattfand. Damals entging das Stadtwerke-Team nach großem Kampf nur hauchdünn dem Abstieg, ein Jahr später war dieser nicht zu vermeiden.

Vom damaligen Premiere-Team ist neben Tittel nur noch Per Bittner übrig. Der 22-Jährige gehört dennoch zu den aktuellen Neuzugängen, denn der Leistungsträger tat sich vergangene Saison die zweite Liga nicht an, kam aber nun vom Liga-Rivalen SV Halle zurück. Dagegen startet Christian Rudolph ein weiteres Jahr für Heuchelberg (Württemberg). „Er war hin- und hergerissen, hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Es ist schade, denn er ist ja Ur-Leipziger“, so Trainerin Karen Brunner, die ergänzt: „Mit Alexander Trappiel aus Neubrandenburg haben wir gleichwertigen Ersatz gefunden.“ Neben den Saale- und Pleißestädtern mischt auch Potsdam in der 16 Mannschaften umfassenden Eliteliga mit. Spannung verspricht also die Frage, welches der drei ostdeutschen Teams am besten abschneidet.

Apropos Osten: Mit seinen fünf Veranstaltungen zwischen diesem Sonntag (Gladbeck) und 18. August (Gelsenkirchen) macht die Triathlon-Bundesliga um die neuen Bundesländer einen großen Bogen. Für diese Tatsache gibt es nur einen Grund. „Die Veranstalter bräuchten eine sechsstellige Summe, um ein Bundesligarennen auf die Beine zu stellen“, weiß Hans-Peter Bischoff, Manager des Stadtwerke-Teams. 2004 war dies dank der Olympiakampagne möglich, damals wurde der City Man mit 450 000 Euro Etat sogar zum Mega-Event. Im Unterschied zur zweiten Liga haben die Leipziger diesmal viel weitere Reisen vor sich – und keinen Heimauftritt. Den können sie sich nur „nebenbei“ organisieren. Die beiden größten Rennen der Region am Kulkwitzer See (22. Juli) sowie in Grimma (29. Juli) liegen aber genau eine Woche nach beziehungsweise sieben Tage vor einem Bundesliga-Wettbewerb. Da wäre eigentlich Kräfte schonen angesagt. „Zwei Athleten werden in Leipzig dabei sein. In Grimma starten wir als Team, dort müssen alle in den Staffeln nur eine Disziplin bestreiten“, so Bischoff.

Das finanzielle Ungleichgewicht bei den Veranstaltungen setzt sich bei den Teams fort. Bischoff hatte sich einen Etat von 15 000 bis 19 000 Euro vorgenommen, muss aber eingestehen: „Wir haben nur 9000. Das ist Minus-Rekord in der Bundesliga, die meisten Etats beginnen bei 30 000 Euro.“ Die DHfK-Athleten mussten also gleich zu Saisonbeginn Abstriche bei geplanten Trainingslager- und Material-Zuschüssen hinnehmen. „Sie kennen es aber nicht anders“, meinte der aus Bad Köstritz stammende Manager, den Sachsens Triathlon-Präsident Rainer Schölzel zum Stadtwerke-Team vermittelte.

Der Thüringer hat mit der Sportstadt Leipzig so seine Erfahrungen gesammelt: „Ich hatte es mir sehr viel leichter vorgestellt, hier ein Bundesliga-Team zu vermarkten.“ Diese Worte enthalten neben Kritik auch ein Lob für die Messestadt. „Es ist enorm, wie viele gute Sportarten es hier gibt.“ Da hat es Triathlon schwer. Doch mit Geduld und guten Leistungen lässt sich bestimmt einiges bewegen.

Frank Schober, LVZ - 18.05.07

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